Abschlussreflexion „Web 2.0 und die Gesellschaft“

Im Großen und Ganzen bleibt bei mir vom AW-Fach Web 2.0 ein positives Bild erhalten.

 

Nicht gefallen hat mir der übermäßige gruppenarbeitsmäßige Aufwand, der mit dem AW-Fach verbunden war. Ein Projekt hätte meiner Meinung nach ausgereicht um ein konkretes Web 2.0 – Thema zu behandeln. Dadurch wurde einige Zeit verloren um in der Vorlesung beispielsweise mehr Elemente oder Mittel des Web 2.0 zu behandeln. So wäre es zum Beispiel sinnvoll gewesen, mehr soziale Netzwerke zu behandeln und die damit verbundenen Schnittmengen zwischen Gesellschaft und Web 2.0 stärker zu thematisieren.

 

Sehr gut gefallen hat mir der Umgang mit vielen neuen Software-, bzw. viel mehr Weblösungen, die ich vor dem Kurs noch nicht kannte. Zuerst wordpress, welches ich als sehr sinnvolles Hilfsmittel zum gestalten eines eigenen Blogs kennengelernt habe und welches ich wahrscheinlich auch weiterhin privat nutzen werde. Weiter waren mir Scribd und Slideshare bisher auch noch nicht bekannt. Diese beiden Plattformen sind, ein sehr gutes Mittel zum Veröffentlichen von wissenschaftlichen Arbeiten, um diese einer breiten Masse vorstellen zu können.

Auch erstmaliges Arbeiten mit einem Wiki hat mir viele neue Erkenntnisse gebracht: Insbesondere für Projektarbeiten im Beruf finde ich ein Wiki als Plattform für Kollaboration optimal.

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Projekt 2: Touch and Travel in der Digital City Berlin

Projekt 2: die Präsentation

Projekt 2: die schriftliche Ausarbeitung

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Projekt 1:Diversität oder Spaltung im Web 2.0

Projekt 1: die Präsentation

Projekt 1: die schriftliche Ausarbeitung

Der Generationenkonflikt durch das Web 2.0 (Text)

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Enterprise 2.0

Kurzreflexion des Themas „Enterprise 2.0“ der Vorlesung des 19.11.2012

Enterprise 2.0 wird definiert als „ganzheitliche Unternehmensphilosophie, die auf Selbstorganisation, flache Hierarchien und Partizipation setzt“¹. Die Lenkung des Unternehmens soll mit wenig Planung auskommen und der Vorgesetzte soll nur noch als Vorbild agieren.²

Ich denke, dass ein genau so gesteuertes Unternehmen sehr spezielle Voraussetzungen erfüllen muss, um erfolgreich zu sein. Die genannte Definition von Enterprise 2.0 geht so weit, dass ein Unternehmen im schlimmsten Fall vollkommen die Orientierung verliert, da es nicht mehr vernünftig gesteuert wird. Insbesondere bei Technologieunternehmen ist das vollständige Umsetzen von Enterprise 2.0 im Ganzen kaum vorstellbar. Eher bei kleineren, vielleicht kreativ arbeitenden Unternehmen. Auch bei einzelnen Bereichen in Unternehmen, z.B. Forschungsprojekten oder Marketingabteilungen.

Für ein komplettes Unternehmen kann ich mir eher vorstellen, dass die Werkzeuge des Web 2.0 sinnvoll zur Anwendung kommen können. Also quasi die Anwendung von Enterprise 2.0 eher im weiteren Sinne stattfindet. Dies würde sich, beim regelmäßigen Umgang der Mitarbeiter mit diesen Werkzeugen, positiv auf die Bereiche Wissensmanagement, Unternehmenkommunikation und Personalmarketing niederschlagen.²

Für ein gutes Wissensmanagement im Unternehmen ließe sich z.B. ein Wiki sehr gut einsetzen. Mitarbeiter, die beispielsweise ein Forschungsprojekt abgeschlossen haben, können nicht nur wie üblich einen Bericht anfertigen, sondern Ihre Ergebnisse auch in Wiki-Form allen, aber insbesondere den Mitarbeitern, die die Ergebnisse vielleicht auch erst Jahre später umsetzen sollen, zur Verfügung stellen.

Für die Außenwirkung eines Unternehmens ist das Web 2.0 heutzutage eigentlich unumgänglich. Insbesondere das Betreiben einer Facebook-Fan-Seite.
Das Risiko eines sog. „Shitstorm“ sollte dabei meiner Meinung nach sogar als positiv bewertet werden, Feedback von den Kunden zu bekommen. Zwar zeigt sich beim Auftreten eines Shitstorm ein Problem mit dem eigenen Produkt / Dienstleistung, hierbei handelt es sich aber im weitesten Sinne um eine Rückmeldung der Kunden, die in der Regel sehr schwer zu bekommen ist. Das Web 2.0 im Internet senkt meiner Meinung nach die Hemmschwelle mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten, da der Kontakt sehr einfach erscheint – sogar noch einfacher als mit einer E-Mai.

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¹: Foliensammlung Buchem, I. „AW448 – Web 2.0 und die Gesellschaft“ – Enterprise 2.0, Folie 18ff, BHT Berlin 2012

²: vgl. ebenda

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Nachrichten und Politik 2.0 – “Virales Marketing”

 

Passend zum Thema Viralität:

 

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Kultur und Recht im Web 2.0

Kurzreflexion des Themas „Kultur und Recht im Web 2.0“ der Vorlesung des 05.11.2012

Zunächst ging es in der Vorlesung vom 5.11. noch einmal weiterführend um das Thema Crowdsourcing. Anhand des Beispiels von Guttenplag wurde dargelegt, wie es funktionieren kann. Crowdsourcing ist erstmals 2006 von Jeff Howe benannt worden und ist an die angelsächsischen Begriffe „crowd“, also Menschenmenge, und den in den Wirtschaftswissenschaften geläufigen Begriff „outsourcing“, also dem Auslagern von Prozessen oder Unternehmensteilen aus dem Unternehmen, angelehnt worden. Es bedeutet also nicht mehr als das Auslagern von Arbeiten an eine unbestimmt große Menschenmenge im Internet. ¹
Dabei ist es für mich beeindruckend zu sehen, wie diese Idee sich weiterentwickelt hat und mittlerweile in fünf weitere Unterthemen eingeteilt werden kann: Crowd Performing, Crowd Voting, Crowd Wisdom, Crowd Funding und Crowd Creation.
Dabei finde ich als Wirtschaftsingenieur die Möglichkeit des Crowd Votings am interessantesten. Aus Marketingsicht kann der Kunde schon im Entwicklungsprozess auf z.B. das Design oder bestimmte technische Eigenschaften eines Produktes einwirken. Dadurch, dass seine eigene Kreativität mit eingebunden wird, entsteht im gleichen Zuge eine Identifizierung mit dem Produkt und ein Kauf wird wahrscheinlicher.
Auf der anderen Seite bringt solch eine Art der „Demokratie“ im Entscheidungs- und Entwicklungsprozess auch die gleichen Nachteile mit sich, die ein demokratischer Prozess immer mit sich bringt. So dauern Entscheidungsfindungen relativ lange und evtl. ist es möglich, dass das erzeugte Produkt nicht mehr mit der sonstigen Corporate Identity übereinstimmt. So sollten m.E. beim Nutzen von Crowdsourcing Möglichkeiten in der Wirtschaft genaue Rahmenbedingungen für ein solches Projekt geschaffen werden.

Bei dem Thema Urheberrecht im Internet geht die allgemeine Auffassung weit auseinander. Mittlerweile gibt es sogar eine politische Partei, die Urheberrecht im klassischen Sinne abschaffen möchte. Das Web 2.0 bietet viele kreative Möglichkeiten, mit Medien aller Art, geistiges Eigentum zu veröffentlichen. Nichtsdestotrotz denke ich, dass im Internet das klassische Urheberrecht, trotz vermeintlicher Anonymität, erhalten bleiben muss: Persönliche geistige Schöpfungen müssen schützbar bleiben. Daher denke ich, dass die Creative-Common (CC) -Lizenzen eine gute, für das Internet maßgeschneiderte Möglichkeit bieten, die Rechte des Autors, je nach Wunsch, zu bewahren. Das Baukastensystem bietet dabei eine gute Grundlage, sich an das Gedankengut des Autors anzupassen.

 

 

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¹: vgl. Foliensammlung Buchem, I. „AW448 – Web 2.0 und die Gesellschaft“, BHT Berlin 2012

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Kollaboration und Wissen

Kurzreflexion des Themas „Wissen und Kollaboration“ der Vorlesung des 29.10.2012

 

Durch die Chancen, welche durch das Web 2.0 geschaffen werden, entsteht ein immer höherer Anteil an denjenigen, die selber eigenes Wissen veröffentlichen oder an der Vorarbeit anderer mitarbeiten. So erhöht sich auch der Anteil an Menschen, die leichter an spezifisches Wissen herantreten und mit diesem Arbeiten können.

Das Web 2.0 hat durch die in ihm enthaltenen Möglichkeiten der eigenen Mitarbeit die Grundlage für eine Art Paradigmenwechsel geschaffen: So geht der kybernetische Ansatz des Web 1.0, in dem nur wenige Menschen wissen veröffentlichen können in ein systematisches Konstrukt über. Bei diesem systematischen Ansatz ist eine vielseitige Verknüpfung einzelner Beteiligter möglich und somit eine gute Grundlage geschaffen um Wissen zu generieren. Beim Übergang vom kybernetischen zum systematischen Ansatz des Internets kann man also davon Reden, dass der Consumer aus dem Web 1.0 zum Prosumer im Web 2.0 wird.

Dass der Wechsel dieser Systeme stattgefunden hat, ist beispielsweise an der Anzahl des User Generated Content, also des von Benutzern erstellten Inhaltes zu sehen: Im Jahr 2010 wurden auf Facebook 360 Milliarde Inhalte von 600 Millionen Benutzern erzeugt. Diese Zahl is immens.

 

Durch diese Vernetzung des Web 2.0 wird auch die Teilung von Arbeit unterstützt. Crowdsourcing, also die Arbeitsteilung mit Hilfe derjenigen Masse an Benutzern, die unentgeltlich an für sie interessanten Themen mitarbeitet, ist ein Phänomen, welches in den letzten Jahren aufgetaucht ist. Beispiele hierfür sind Guttenplag oder der Film Iron Sky, der auch großteils durch interessierte Benutzer generiert wurde.

 

Am Beispiel von Wikipedia ist zu sehen, dass Wissensmanagement im Internet sehr einfach betrieben werden kann. Der Vorteil dabei ist, dass es zu einer Art Demokratisierung des Wissens kommt, da jeder sein Wissen dort zur Verfügung stellen, bzw. mit anderen zusammen an einer Wissensgenerierung arbeiten kann. Außerdem kann andererseits jeder auf das erstellte, bzw. festgehaltene Wissen zugreifen.

Dabei gibt es aber auch Probleme. So gibt es Statistiken, die besagen, dass hauptsächlich Männer (ca. 90%) bei Wikipedia als Autoren mitarbeiten. Das könnte zu einer einseitigen Sichtweise der verfassten Artikel führen.

Gleiches gilt in Bezug auf die sog. 90-9-1 Regel. Diese besagt, dass 90% der Nutzer nur lesen, 9% gelegentlich Inhalte verfassen, aber nur 1% der Nutzer sog. Power User sind, also Nutzer die sehr ausführlich mitarbeiten. Geht man also davon aus, dass dieses eine Prozent verantwortlich für die meisten Artikel ist, besteht m.E. gerade bei politischen Themen in z.B. Wikipedia die Gefahr, dass, wenn man bei diesem einen Prozent von einer relativ homogenen Gruppe von Menschen ausgeht, also einer Gruppe mit ähnlichen Voraussetzungen und ähnlichen Interessen, eine Deutungs- und Interpretationshoheit dieser homogenen Gruppe bei politischen Themen geschaffen wird.

 

 

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